Der Fussbote

Von Leipzig aus zum Leben auf dem Land.

Geschichte: Als die Menschen die Dörfer verliessen Teil I.

Historisch betrachtet gab es zwei Entwicklungen die eminent waren für die Abwanderung (Landflucht) der Dörfler in die Städte.

Zum einen war dies die Industrialisierung um 1845 zum anderen der Bedarf der Oberschicht nach Soldaten für ihre Kasernen.

Dies erfolgte einigermaßen Hand in Hand, die Städte wuchsen, Mietskasernen und Schlachthöfe entstanden. Ebenso entstanden die großen Krankenhäuser und Badeanstalten aber auch Kulturbetriebe, Theater und Universitäten.

Als die Umstellung von Handarbeit zu Industriemaschinen erfolgte kam es u.a.  zum Weberaufstand. (Klick auf Bild öffnet Video)

Eine neuzeitliche Entwicklung betrifft die Abwanderung der Jugend die in den Städten ihr Studium absolvieren. Im 21. Jahrhundert ist zudem der zuvor unübliche Trend zu beobachten, dass auch Familien mit Kindern vermehrt in die Städte ziehen bzw. in diesen wohnhaft bleiben.

Dies führt in den letzten Jahren zu einer Überalterung der Landbevölkerung.

Die Großfamilien sind heute nahezu Vergangenheit und werfen neue Probleme auf: Wer kümmert sich um die Alten, das Korrektiv der Familie führt zu einer Vereinsamung und einem hohen Bedarf an sozialen Netzwerken über das Internet. nachteilig für die Landbevölkerung stellt sich auch die Nahversorgung und der ÖPNV dar.

In der alternativen Szene, nicht erst durch die Reformbewegung der zwanziger Jahre des letzten Jahrhunderts, gab es stets auch Strömungen die das Landleben als dem Menschen im Einklang mit Flora und Fauna mehr entsprechendere Lebensweise vorziehen.

Die back to the roots-Bewegung bedeutet nicht nur die Rückkehr zum Landleben, sondern bei jüngeren, gebildeten Generationen auch die Rückbesinnung auf biologische Landwirtschaft (vor 60 Jahren und davor war alles bio 😉 und auf den sozialen Mehrwert durch ein gemeinschaftliches Erleben von Anbau und Nutzniessung …

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